IKT Strategie

Forschung

a. Potenzial

345

Die hohe Forschungsaffinität der IKT sowie der wachsende Druck auf Unternehmen, mithilfe dieser Technologien beständig zu innovieren, ist besonders bedeutend für die Erhöhung der nationalen Forschungsinvestitionen und der gesamtwirtschaftlichen Innovationsleistungen. Überall dort, wo IKT zum Einsatz kommen, erhöhen sich sowohl die Innovationsleistungen als auch die F&E-Investitionen in den Unternehmen. IKT zählen daher sowohl in allen vergleichbaren europäischen Mitgliedsstaaten als auch auf Ebene der gemeinschaftlich geführten FTI-Programme zu den dominierenden F&E-Investitionssektoren.

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346

Auch in Österreich ist die IKT-Forschung einer der wichtigsten Forschungsbereiche. Im Verbund mit der akademischen und außeruniversitären Forschung betreibt Österreich in zahlreichen IKT-Teilgebieten international erstklassige Forschung [vgl. (BMVIT - Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie)].

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347

Dass IKT-Forschung direkte Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft eines Landes hat, ist unbestritten. In dynamischen Sektoren, wie IKT, ist es daher unumgänglich sowohl die Grundlagen als auch die anwendungsorientierte Forschung zu stärken.

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348

Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforums aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
2.01Availability of the latest technologyUmfrage1,1%106,4
2.08Quality of management schools Umfrage1,1%344,8
2.09Gov’t procurement of advanced tech Umfrage1,1%264,2
3.03Int’l Internet bandwidth, kb/s per userData2,5%1673,7
5.01Quality of educational systemUmfrage2,5%244,7
5.02Quality of math & science educationUmfrage2,5%384,6
7.01Firm-level technology absorption Umfrage2,0%125,9
7.02Capacity for innovationUmfrage2,5%124,8
7.03PCT patents, applications/million popData2%10143,9
7.05Extend of staff trainingUmfrage2%145,0
9.01Impact of ICT on new services and productsUmfrage2,5%225,4
9.02ICT PCT patents, applications/million pop Data2,5%1431,6
9.03Impact of ICT on new organisational modelsUmfrage2,5%374,7
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7

b. Eingrenzung

349
  • IKT-Grundlagenforschung
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    350
  • IKT-Anwendungsforschung
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    351
  • Ausbildung und Rekrutierung der Forscher
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    c. IST-Analyse

    Abbildung 31: IKT Forschung und Entwicklung. Quelle: OECD, 2012b, EU-Kommission, 2008-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    352

    Österreich verfügt über etwas weniger Arbeitskräfte im Bereich Wissenschaft und Technik als der EU-Durchschnitt. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im IKT-Bereich liegen zwar nur knapp unter dem EU-Durchschnitt, sind jedoch sehr weit von jenen der Spitzenstaaten entfernt. Ähnlich sieht es bei Forschung und Entwicklung im Bereich IKT aus: Österreich liegt hierbei zwar knapp über dem EU-Durchschnitt, ist jedoch fern ab von den Spitzenstaaten (siehe 31).

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    Abbildung 32: Auswirkungen und Patente, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012, OECD, 2000-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    353

    Österreich meldet kontinuierlich Patente im Hochtechnologiebereich an, der IKT-Anteil an den Patenten ist aber relativ gering. Hier ist noch Aufholbedarf gegeben, insbesondere angesichts der hohen Auswirkungen von IKT auf neue Produkte oder Dienstleistungen (siehe Abbildung 32).

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    Abbildung 33: Anträge Österreichs für das 7. Rahmenprogramm nach Prioritätenbereiche,
    Quelle: EU-Kommission, 2011.

    354

    In einer Analyse der eingereichten, österreichischen Projekteanträge für das 7. Rahmenprogramm sieht man zum einen die überwältigende Zahl von Einreichungen (2069) zum Thema IKT und zum anderen den hohen Förderungsbedarf. Mit einem Förderungsvolumen von 152 Millionen Euro können im IKT-Bereich eine Vielzahl an Projekten unterstützt werden (siehe Abbildung 33).

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    Abbildung 34: Förderzahlungen IKT der FFG (Basisprogramme sind themenoffene Programme), Quelle: FFG-Forschungsförderungsgesellschaft, 2012a.

    355

    In der Forschungsförderung nehmen IKT-Themen einen hohen Stellenwert ein. Wie Abbildung 34 zeigt, fließt ein Großteil der Forschungsgelder noch immer in die Sparte Elektronik und Mikroelektronik, hauptsächlich bedingt durch die Schwerpunktsetzung der 1990er Jahren auf Halbleiterthemen. Diese gingen jedoch in den letzten 15 Jahren deutlich zurück.

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    Abbildung 35: Anteilsvergrößerungen an Summe Förderzahlungen der FFG, Quelle: FFG-Forschungsförderungsgesellschaft, 2012a.

    356

    In den letzten fünf Jahren gewann die Forschung von IKT-Anwendungen im Gesundheitswesen, in der Bildung und in der öffentlichen Verwaltung an Bedeutung, stark zugelegt hat auch die Grundlagenforschung in der Informatik. Die IKT-Anwendungen im Gesundheitsbereich konnten ihren Anteil um mehr als 6% vergrößern, jene der Systemarchitektur und Sicherheit um mehr als 5% (siehe Abbildung 35).

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    357

    In der Beobachtung von kurzfristigen Trends bei der Einreichung für marktnahe Projektförderungen in den themenoffenen Basisprogrammen erfahren folgende Themen aktuell einen starken Zuwachs:

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    358
  • Software as a Service/ Cloud Computing
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    359
  • Ontologien/ semantisch orientierte Verarbeitung
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    360
  • Umfassende Automatisierung in der Produktion
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    361
  • Ortsbasierte Dienste und IT-Sicherheit
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    362

    Das von der FFG neu aufgesetzte Programm „IKT der Zukunft“ unterstreicht die Bedeutung der IKT für Österreichs Forschung (siehe Abschnitt 2.3).

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    d. Themenziele

    363

    Österreich braucht Kompetenzzentren, die Forschungsergebnisse rasch auf den Markt bringen und Spitzenleistungen in ihrem Gebiet erbringen. Ein solches Leuchtturmprojekt ist VRVIS, das führende Zentrum anwendungsorientierter Forschung in Österreich im Bereich Visual Computing. Es bildet die Kompetenzbasis für Virtual Reality und Visualisierung, berät österreichische Unternehmen beim Einsatz von VR und Vis Technologien, führt Projekte mit Universitäts- und Forschungsinstituten durch und sorgt für die Aus- und Weiterbildung dringend benötigter Nachwuchsforscher und Techniker. Die Forschungsgebiete reichen von Rendering (Entwicklung von Bildern, die Objekten in der tatsächlichen Welt sehr nahe kommen) über Visualization (aussagekräftige Darstellung von komplexen Daten) bis zu Computer Vision (automatische Auswertung von Bilddaten) [vgl. (VRVIS, 2012)].

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  • In der österreichischen IKT-Forschungsstrategie 2020 ist das Ziel bezogen auf die F&E-Aktivitäten der Unternehmen unter die Top 3 der EU Länder zu kommen.
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    365
  • Schaffung oder Ausbau von Kompetenzzentren zu den vier Exzellenzthemen
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Dringend nötige Konsumentenorientierung

    Die Hochtechnologie verführt dazu, sich komplex und differenziert zu präsentieren.

    Die österreichischen Konsumenten von IKT-Produkten sind in letzter Zeit aber extrem hinters Licht geführt worden (zB. handelsrechtliche Vorteile durch gekaufte Gesetze).
    Der volkswirtschaftliche Profit durch nur auf Werbemethoden basierende Verkaufsstrategien kann nur kurzfristig sein. Eine konsumenetenorientierte Stategie allein ist volkswirtschaftlich sinnvoll und bringt echte internationale Wettbewerbsvorteile.
    Die Komplexität der technischen Hardware darf nicht auf die Konsumenten und Kunden - als naive Unwissende - abgewälzt werden. Ein langfristiger kaufmännischer Erfolg kann nur dadurch erreicht werden, dass der K&K (Kunde & Konsument) einfach, klar und durchschaubar versorgt wird. Dannn wird er kaufen und Kunde bleiben.