IKT Strategie

Kultur

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Österreich verfügt über eine lange Kulturtradition und eine Fülle an Kulturgütern, die das Land zu einem begehrten Ziel für Touristen aus aller Welt machen. IKT helfen, diese Kulturschätze zu bewahren, sie größeren Gruppen zugänglich zu machen, sie bekannter zu machen und zu vermarkten. Eine solche Verbreitung setzt voraus, dass die Exponate digitalisiert und katalogisiert werden. Eine Vielzahl an Kunstgegenständen können bislang nur vor Ort bestaunt werden, sie sind noch nicht digitalisiert und damit in der digitalen Welt nicht vorhanden. Initiativen wie die Europeana sind in diesem Zusammenhang richtungsweisend. Aus Österreich sind bisher Inhalte aus den Sammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek, dem Kunsthistorischen Museum, dem Museum für Völkerkunde, dem Theatermuseum und der Österreichische Mediathek (Audios und Videos) des Technischen Museums über die Europeana abrufbar [vgl. (BMUKK - Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, 2012)].

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a. Potenzial

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Auf der anderen Seite werden IKT eingesetzt, um die Kreativität in der Kunst zu unterstützen. IKT ermöglicht die Kommunikation und den Austausch von Ideen über Grenzen hinweg. Die Vernetzung fördert das kreative Kapital in Österreich und ist der ideale Nährboden für die Entstehung von wertvollen, digitalen Inhalten. Durch den Einsatz der modernen Technologien sind auch in der Kunst völlig neue Kooperationsformen ungeachtet der Kulturen und Grenzen denkbar, selbst neue Kunstformen der digitalen Kultur entstehen durch IKT. Diese ergänzen bestehende Kunstformen wie Malerei oder entwickeln diese weiter.

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Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
1.06Intellectual property protectionUmfrage1,1%165,5
3.05Accessibility of digital contentUmfrage2%46,4
5.01Quality of educational systemUmfrage2,5%244,7
6.02Individuals using Internet, % Data1,4%2372,7
10.01Impact of ICT on access to basic servicesUmfrage2,5%155,7

b. Eingrenzung

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  • Digitalisierung der Kulturgüter
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    338
  • IKT als Unterstützung von Kulturrichtungen
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    c. IST-Analyse

    Abbildung 30: Digitale Inhalte, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

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    In Österreich werden soziale Netzwerke gerne genutzt. Die Verfügbarkeit digitaler Inhalte ist als gut zu bezeichnen, doch beim Hochladen selbstgeschaffener Inhalte sind die Österreicher noch zögerlich (siehe 30).

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    340

    Von Seiten der Österreichischen Nationalbibliothek wurde 2010 in einer privat-öffentlichen Partnerschaft mit Google im Rahmen des Programms „Google Books“ das Projekt ABO (Austrian Books Online) begonnen. Im Zuge dieses Projektes werden in den nächsten sechs Jahren ca. 600.000 rechtsfreie Bücher digitalisiert und in die Europeana integriert werden [vgl. ].

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    341

    Parallel dazu wird in Österreich das Kulturportal „Kulturpool“ eingerichtet. Kulturpool bietet einen zentralen Zugang zu digitalen, österreichischen Kulturerbe-Ressourcen. Mithilfe des Kulturpools können Museen, Bibliotheken und Archive übergreifend durchsucht und im Detail erforscht werden. Kulturpool wird darüber hinaus als zentraler Datenlieferant des digitalen österreichischen Kulturerbes für die Europäische Digitale Bibliothek Europeana dienen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung österreichischen Kulturerbes auf europäischem Niveau leisten“ [vgl. ].

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    342

    Im Bereich der digitalen Kunst verfügt Österreich mit der Ars Electronica der Stadt Linz über eine Institution von Weltruf. Ars Electronica sucht nach Verbindungen und Überschneidungen, nach Ursachen und Auswirkungen im Spannungsfeld Kunst, Technologie, Gesellschaft. Innovativ, radikal, exzentrisch im besten Sinn werden die Ideen dort verarbeitet [vgl. ]. „Das Festival als Testumgebung, der Prix als Wettbewerb für die besten Köpfe, das Center als ganzjährige Präsentations- und Interaktionsplattform und das Futurelab als Forschungs- und Entwicklungszelle strecken ihre Fühler aus, in Richtung Wissenschaft und Forschung, Kunst und Technologie. Diese 4 Säulen der Ars Electronica inspirieren einander und stellen in einem einzigartigen Kreativkreislauf Visionen auf die Probe. Ein verschränkter Organismus, der sich ständig neu erfindet“ [vgl. (Ars Electronica)].

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    d. Themenziele

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  • Alle international relevanten Kulturgüter digitalisieren und dadurch der Öffentlichkeit zugänglich machen
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  • Mindestens 30 Ausstellungen im Jahr, in der IKT in der Kultur eine bedeutende Rolle spielen
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Förderung von Internetkunst

    Das Internet ist ein Raum, der gerade erst künstlerisch besiedelt wird. Initiativen wie z.B. das European Bridges Ensemble (Internet-Musikgruppe, www.e-b-e.eu) sollten gefördert werden.

    Digitalisierungsprojekte sollten koordiniert werden

    Die ISPA möchte die Gelegenheit wahrnehmen, um auch auf die vielen parallel laufenden Digitalisierungsprojekte in Österreich hinzuweisen, welche derzeit nicht koordiniert werden.
    In Ermangelung breit angelegter und koordinierter Digitalisierungsinitiativen, regt die ISPA an, eine Koordinierungsstelle hierfür zu gründen. Dieser Beirat kann die Digitalisierung der österreichischen Kulturgüter voranbringen und durch eine Bündelung der nationalen Kompetenzen Synergien erzeugen. Nach Ansicht der ISPA sollten dort Vertreter aller relevanten Institutionen und Organisationen vertreten sein, um eine optimale Koordination zu gewährleisten.
    Auf diese Art könnten Strategien entwickelt, Projekte koordiniert und Standards festgelegt werden. Weiters könnten Public-Privat-Partnerships und nachhaltige Verwertungskonzepte erarbeitet werden.