IKT Strategie

Inclusion

a. Potenzial

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IKT spielen eine immer wichtiger werdende Rolle in Wirtschaft und Gesellschaft. Technologien wie Smartphones sind heute in der Arbeitswelt und in der Freizeit nicht mehr wegzudenken. E-Inclusion bedeutet, dass es jedem möglich ist, von den Vorteilen der IKT zu profitieren. Das heißt einerseits, dass die Bürger bereit und fähig sind, sich mit den neuen Technologien auseinanderzusetzen. Andererseits muss das Angebot so gestaltet sein, dass alle Bevölkerungsgruppen partizipieren können.

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Doch die atemberaubende Geschwindigkeit der IKT-Entwicklung hat einen Teil der Bürger auf der Strecke gelassen. Sie verwenden IKT aus verschiedenen Gründen nicht. Sei es, dass ihnen die Medienkompetenz fehlt; sei es, dass sie mit den neuen Technologien nichts anfangen können; sei es, dass ihnen die Kosten zu hoch sind; sei es, dass sie sich der neuen Technologie verweigern. Aus diesem Ausschluss können ihnen aber erhebliche Nachteile erwachsen. Sie laufen Gefahr, an der Gesellschaft nicht adäquat teilnehmen zu können, wann immer Prozesse auf IKT umgestellt werden. Sie verringern ihre Chancen am Arbeitsmarkt und bringen nicht die Qualifikationen mit, die ein moderner Arbeitsplatz verlangt. Sie sind noch auf die personelle Erledigung von Bankgeschäften und Behördenwegen angewiesen, die aber zunehmend eingestellt werden. Sie verfügen durch den fehlenden, elektronischen Zugang über deutlich weniger Informationen, können etwa in der Meinungsfindung nicht von der Fülle an Meinungen und Stellungnahmen profitieren.

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Es ist natürlich zu akzeptieren, wenn einzelne Bürger in Kenntnis dieser Nachteile die Anwendung der Technologie verweigern. Jenen Bürgern, die sich der Vorteile nicht bewusst sind oder die nicht die Möglichkeit haben, die Medien zu nutzen, sollte jedenfalls Unterstützung angeboten werden, um an der Informationsgesellschaft teilnehmen zu können.

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Dieses Thema steht in einem engen Zusammenhang mit der Medienkompetenz, wird aber hier getrennt behandelt. Inclusion beinhaltet jedenfalls die Fähigkeit, mit den neuen Medien umzugehen, geht aber darüber hinaus. So können Faktoren wie Leistbarkeit, Desinteresse oder eine Technologieaversion die Gründe für die Nichtnutzung sein.

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Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
3.05Accessibility of digital contentUmfrage2%46,4
5.01Quality of educational systemUmfrage2,5%244,7
5.02Quality of math & science educationUmfrage2,5%384,6
5.03Secondary education gross enrollment rateData2,5%3199,6
5.04Adult literacy rate, % Data2,5%1599,0
6.02Individuals using Internet, % Data1,4%2372,7
6.05Broadband Internet subscriptions/100 popData1,4%2523,9
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7
10.01Impact of ICT on access to basic servicesUmfrage2,5%155,7
10.02Internet access in schoolsUmfrage2,5%185,9
10.03ICT use & gov’t efficiencyUmfrage2,5%125,5
10.04E-Participation Index, 0-1 (best)Data2,5%210,5

b. Eingrenzung

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  • IKT für benachteiligte Gruppen
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    c. IST-Analyse

    Abbildung 28: Internetzugang und –nutzung, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    324

    Die Österreicher nutzen das Internet gerne und häufig, die Nutzung liegt generell über dem EU-Durchschnitt. Selbst der Anteil der benachteiligten Personen oder Personen ab 55 Jahren, die das Internet regelmäßig nutzen, ist in Österreich höher als im EU-Durchschnitt, aber dennoch gehört Österreich nicht zu den Top Ländern (siehe Abbildung 28).

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    Abbildung 29: Offliner, Quelle: EU-Kommission 2008-2012.

    325

    Die Bilanz zum Thema Offliner – jene Personen, die das Internet nicht nutzen – ist erfreulich: In Österreich gibt es deutlich weniger Offliner als im EU-Durchschnitt. Ebenso findet man in Österreich kaum Personen, die über keinen Computerzugang verfügen (siehe Abbildung 29).

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    326

    Die OCG hat in einigen Projekten dieses Themenfeld aufgegriffen und beispielhafte Initiativen gestartet. So strebt das Projekt IT4Blind eine qualifizierte Aus- und Weiterbildung von IT-Trainern für sehbehinderte und blinde Menschen an, die mit einer Zertifizierung endet. Ein weiteres Projekt ist die Computerschulung von krebskranken Kindern oder von Flüchtlingen.

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    327

    Seniorkom veranstaltet Schulungen oder Get-together für Senioren, damit diese ihre Erfahrungen mit IKT untereinander austauschen können. Schüler haben in diesem Rahmen den Senioren den Umgang mit IKT gezeigt. Das Portal bietet eine Fülle von Informationen zum Einsatz von IKT in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit, Lebenslust, Freizeit und viele mehr.

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    328

    A1 Telekom AG hat das Programm „Internet für alle“ ins Leben gerufen, um jedem Menschen den Zugang zur Medienkompetenz zu ermöglichen. Sie bieten daher in Wien, Klagenfurt und auch mittels mobiler Einheiten kostenlose Workshops für Jugendliche und Senioren an, in denen der Umgang mit Internet und Computer gelehrt wird.

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    329

    Der Mobilfunkbetreiber Hutchison 3G bietet jedem eine SIM-Karte an, die täglich kostenloses und mobiles Surfen bis zu einem Datenvolumen von 20 MB erlaubt.

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    330

    Das Bundeskanzleramt hat im Dezember 2012 eine Veranstaltung zu E-Inclusion abgehalten.

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    d. Themenziele

    331
  • Der Anteil der Menschen, die das Internet regelmäßig nutzen, liegt derzeit bei 76% (2011). Dieser Wert steigt bis 2018 auf über 90%.
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    332
  • In den Vergleichen zur Nutzung nach Altersgruppen, Geschlecht, Region sowie nach Bildungsgrad (nach den Erhebungsklassen der Statistik Austria für die Informationsgesellschaft) werden die Unterschiede zwischen der Gruppe mit der niedrigsten und der höchsten Rate um die Hälfte verringert.
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    333
  • Derzeit nutzen 18% der Menschen das Internet nicht (2011). Bis 2018 fällt dieser Wert auf weniger als 8%.
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?