IKT Strategie

Big and Open Data

a. Potenzial

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Durch die fortschreitende Digitalisierung in den verschiedenen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen ist die gesammelte Datenmenge explodiert. Embedded Systems, also integrierte Systeme in Fahrzeugen beispielsweise, industrielle Maschinen, soziale Netzwerke, Mobiltelefone und viele andere elektronische Systeme liefern mit Millionen an Sensoren Trillionen von Datensätzen. Big Data referenziert auf Datensätze, deren Analyse die Kapazität eines typischen Datenbank Software Tool übersteigt [vgl. (McKinsey Global Institute, Mai 2011)]. Die Herausforderung besteht nun darin, aus dieser Fülle von Daten diese richtig zu aggregieren, kombinieren, selektieren und zu Aussagen zu kommen. Diese Fähigkeit, aus den Daten Erkenntnisse zu gewinnen, wird durch die fortschreitenden Technologien und durch die zunehmenden Rechenleistungen unterstützt. Ebenso eröffnet die Vernetzung der Daten neue Möglichkeiten der Kombinationen.

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So hat sich die Open Data Initiative zum Ziel gesetzt, öffentliche, nicht personenbezogene Daten, insbesondere in maschinenlesbarer Form, der Bevölkerung und der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen. „Die Offenlegung von Verwaltungsdaten wird als Mittel zur Steigerung der Beteiligung in einem gemeinsamen Werterstellungsprozess von Politik, Verwaltung, BürgerInnen und Wirtschaft diskutiert“ [vgl. (Cooperation Open Government Data Österreich, 2011)]. Durch die Kombination der Daten mit bestehenden Inhalten kann beispielsweise die Forschung neue Erkenntnisse gewinnen. Unternehmen können diese Daten mit ihren internen Daten kombinieren und beispielsweise ihre Vermarktungsstrategien verfeinern. Diese Daten können aber auch zu einer Reihe von Applikationen führen, die dem Anwender zur Verfügung gestellt werden. So kann sich der Bürger bereits heute auf der Website des Finanzministeriums ein Bild davon machen, wohin sein Steuergeld fließt. Open Data sollen in Zukunft auch das Staatsbudget noch transparenter machen.

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Open Government Data wird das Potenzial für gesellschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt zugesprochen, in vielen Bereichen nachhaltig zu fördern. Durch die Nutzbarmachung von nicht personenbezogenen Informationen des öffentlichen Sektors wird die Entwicklung neuer Produkte und Dienste gefördert sowie das Wirtschaftswachstum in Österreich unterstützt. Überdies wird Open Government Data als adäquates Werkzeug gesehen, um die Transparenz des Verwaltungshandelns zu erhöhen, eine bessere Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und BürgerInnen zu ermöglichen und die Demokratie zu stärken“ [vgl. (Cooperation Open Government Data Österreich, 2011)].

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Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
3.05Accessibility of digital contentUmfrage2%46,4
7.01Firm-level technology absorption Umfrage2,0%125,9
7.02Capacity for innovationUmfrage2,5%124,8
7.04Extent of business Internet UseUmfrage2%185,9
8.01Gov’t prioritization of ICTUmfrage3,3%415,2
8.03Government Online Service Index, 0-1 (best)Data3,3%330,48
9.01Impact of ICT on new services and productsUmfrage2,5%225,4
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7
10.03ICT use & gov’t efficiencyUmfrage2,5%125,5
10.04E-Participation Index, 0-1 (best)Data2,5%210,5

b. Eingrenzung des Themenfelds

311
  • Open Data
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    c. IST-Analyse

    312
  • Big Data
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    313

    Das Bundeskanzleramt gründeten am 13. Juli 2011 gemeinsam mit den Städten Wien, Linz, Salzburg und Graz die „Cooperation Open Government Data Österreich”, kurz „Cooperation OGD Österreich”. Bund, Länder, Städte und Gemeinden wollen in Kooperation mit Communities, Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft die Basis für die Zukunft von Open Government Data in Österreich legen. Durch die Einigung auf gemeinsame Standards sollen effektive Rahmenbedingungen geschaffen werden, die zum Nutzen aller Interessensgruppen sind. In dieser Cooperation werden die Interessen von Ministerien, Ländern, Städten und Gemeinden vertreten, wodurch all jene Akteure involviert sind, die eine Open Government Data-Plattform betreiben, planen, erstellen oder sich daran beteiligen möchten. 2012 hat die Cooperation OGD Österreich die Plattform www.data.gv.at erfolgreich gelauncht. Sie nimmt als zentraler „Österreich-Katalog“ die Metadaten der dezentralen Datenkataloge in Österreich in sich auf und hält sie sowohl manuell als auch automatisiert abrufbar.

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    314

    Big Data ist eines der Forschungsförderungsschwerpunkte der FFG im Rahmen ihres Programms „IKT der Zukunft“: Daten durchdringen – Intelligente Systeme (siehe Abschnitt 2.3).

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    d. Themenziele

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  • Mindestens 500 Datensätze und mindestens zehn Datensätze von jedem Ministerium im Portal www.data.gv.at bis 2018
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  • Über 100 Applikationen, die diese Datensätze verwenden
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  • Mindestens drei wissenschaftliche Institute, die sich mit Big Data schwerpunktmäßig beschäftigen
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Teilnahme an internationaler Open Government Partnership?

    Im deutschsprachigen Raum ("D-A-CH-LI") ist der Austausch und Kooperation der Verwaltungen im Rahmen der Cooperation OGD Österreich schon sehr weit fortgeschritten.
    Eine weitere internationale Vernetzung und dadurch potentielle Schaffung von Synergien könnte durch den Beitritt Österreichs zur Open Government Partnership gefördert werden.
    Beschreibung von http://www.opengovpartnership.org/:

    The Open Government Partnership is a new multilateral initiative that aims to secure concrete commitments from governments to promote transparency, empower citizens, fight corruption, and harness new technologies to strengthen governance. In the spirit of multi-stakeholder collaboration, OGP is overseen by a steering committee of governments and civil society organizations.

    To become a member of OGP, participating countries must embrace a high-level Open Government Declaration; deliver a country action plan developed with public consultation; and commit to independent reporting on their progress going forward.

    The Open Government Partnership formally launched on September 20, 2011, when the 8 founding governments (Brazil, Indonesia, Mexico, Norway, Philippines, South Africa, United Kingdom, United States) endorsed an Open Government Declaration, and announced their country action plans. Since September, OGP has welcomed the commitment of 47 additional governments to join the Partnership.

    Open Data muss mit Leben erfüllt werden

    Die ISPA begrüßt die Betonung des Begriffs Open Data im Konsultationsdokument. Open Data ist ein wichtiges und zukunftsweisendes Konzept wie mit anfallenden öffentlichen Daten umzugehen ist. Die ISPA weist darauf hin, dass Open Data nicht losgelöst von der Public Sector Information Richtlinie8 der EU betrachtet werden darf. Eine Reform dieser RL wird momentan diskutiert, hierbei wird ein Umkehrprozess im Vergleich zum jetzt herrschenden Prinzip des Amtsgeheimnisses angestrebt. In Zukunft sollen BürgerInnen das Recht erhalten, Datensätze zur Weiterverwendung anzufordern, die Behörde soll eine Herausgabe nur in wenigen, begründeten Ausnahmefällen verhindern können.
    Da die Umsetzung des Open Data Prinzips einen entscheidenden Schritt in Richtung Informationsgesellschaft darstellt, regt die ISPA an, die durch die Reform notwendige Umsetzung der Richtlinie über den Mindeststandard hinaus in der IKT-Strategie zum Ziel zu erklären, sowie eine möglichst rasche Umsetzung anzustreben. Weiters sollte die Durchsetzung dieser Rechte durch eine Behörde erfolgen, welche mit größtmöglicher Unabhängigkeit und Durchsetzungskraft ausgestattet wird. Eine Zusammenarbeit mit dieser Behörde sollte im Stil einer Regulierungsbehörde auch schon vorab möglich sein.
    Die ISPA schlägt zudem vor, dass bei der Veranschlagung der Kosten für die Datenverwendung das Grenzkostenprinzip umgesetzt wird.
    Die ISPA weist darauf hin, dass in der Vergangenheit auch die laufende Veröffentlichung der Daten des RTR-GmbH-Telekom-Monitors gefordert wurde, was ebenfalls dem Open Data Prinzip entsprechen würde.
    Die ISPA betont daher, dass das Open Data Prinzip nicht nur eine leeres Schlagwort in der zukünftigen IKT-Strategie bleiben darf, sondern angemessen berücksichtigt werden muss. Dies könnte auch durch ein Informationsfreiheitsgesetz umgesetzt werden. Die ISPA vertritt die Ansicht, dass ein solches Gesetz wichtige Impulse für die Gesamtentwicklung der IKT-Branche liefern kann.