IKT Strategie

Wirtschaftsstandort

a. Potenzial

Aus diesem Grund sind Maßnahmen zu ergreifen, die die Wettbewerbsfähigkeit des IKT-Sektors und des Wirtschaftsstandortes stärken.

290

Österreichische Unternehmen haben entlang der gesamten IKT-Wertschöpfungskette ein umfassendes Know-how vorzuweisen. In einigen IKT-Nischen konnten österreichische Unternehmen international wettbewerbsfähige Dienste und Produkte anbieten. Leider zeigt der Trend, dass im Vergleich zu Asien und zu den USA Europa und damit Österreich als IKT-Standort ins Hintertreffen geraten ist. Mit der Abwanderung der Hochtechnologie aus Europa geht das wichtige, technologische Know-how verloren. Daher wird es im IKT-Bereich erforderlich sein, nicht nur Nutznießer der IKT-importierten Entwicklungen und Innovationen zu sein, sondern IKT-Technologien „Made in Austria“ zu schaffen.

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Bei vielen Innovationen im IKT-Bereich ist der Heimmarkt für die Verbreitung neuer Produkte und Dienstleistungen zu klein und unrentabel. Die relevanten Märkte für die Innovationen liegen außerhalb von Österreich, sodass Unternehmen ihre Produkte und Dienste exportieren. Im Rahmen dieser Internationalisierung können Maßnahmen ergriffen werden, die den Unternehmen den Absatz auf den Auslandsmärkten erleichtert.

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Heimische IKT-Unternehmen müssen oftmals hohe Investitionen tätigen, um Produkte zur Marktreife zu bringen oder diese an die verschiedenen Marktbedürfnisse zu adaptieren. Rahmenbedingungen, die die Investitionen unterstützen oder die Zeit bis zur Marktreife verkürzen, erleichtern diesen Unternehmen ihre innovativen Tätigkeiten.

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Eine aktive Ansiedlungspolitik für größere Betriebe kann sich zu einem Motor für andere Unternehmen im IKT-Sektor entwickeln. Denn Österreich hat eine Menge von Standortfaktoren, wie die Ausbildung, die Lebensqualität, die Forschung, die geografische Lage, die den idealen Nährboden für einen starken IKT-Wirtschaftsstandort bilden. Damit können hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden. Auch Kooperationen zwischen Forschung und Wirtschaft sowie der Abbau von Hürden können die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes erhöhen.

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294

Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
2.06Intensity of local competition Umfrage1,1%85,8
7.01Firm-level technology absorption Umfrage2,0%125,9
7.02Capacity for innovationUmfrage2,5%124,8
7.04Extend of business Internet UseUmfrage2%185,9
9.01Impact of ICT on new services and productsUmfrage2,5%225,4
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7

b. Eingrenzung

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  • Betriebsansiedelungen
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    296
  • attraktive Gestaltung des Wirtschaftsstandorts
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  • Export von Gütern/Waren und Dienstleistungen
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    c. IST-Analyse

    Abbildung 25: Beschäftigung IKT, Quelle: OECD, 2000-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    298

    Der Anteil der IKT-Beschäftigten und der IKT-intensiven Berufe liegt unter dem OECD- bzw. EU-Durchschnitt (siehe Abbildung 25).

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    Abbildung 26: Nutzung IKT durch Unternehmen, Quelle: OECD, 2000-2012, EU-Kommission, 2008-2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    299

    In der wirtschaftlichen Nutzung von IKT liegt Österreich bei vielen Indikatoren im Durchschnitt. Die elektronische Rechnung wird bisher kaum verwendet (siehe Abbildung 26). Das Finanzministerium kann bereits elektronische Rechnungen verarbeiten, ab 2014 wird die elektronische Rechnung an den Bund zur Pflicht. Plattform für elektronische Rechnungen an den Bund wird das Unternehmensserviceportal sein. Nächste Bestrebungen sind, die elektronische Rechnung zum Normalfall in der Wirtschaft, also auch bei Rechnungslegung zwischen Unternehmen, zu machen. In diesem Zusammenhang gibt es Initiativen des BMF mit der Wirtschaftskammer, um die Rahmenbedingungen für die elektronische Rechnung zu optimieren und ins Feld zu bringen.

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    Abbildung 27: Verfügbarkeit und Integration von Technologien, Quelle: Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

    300

    Österreich ist spitze, wenn es um die Verfügbarkeit der aktuellsten Technologie geht. Unternehmen verstehen es auch überdurchschnittlich gut und schnell neue Technologien zu integrieren (siehe Abbildung 27).

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    301

    In Österreich beträgt der Anteil an High-Technologie-Exporten an den Gesamtexporten lediglich 10,8%, dies liegt deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 15,4%. Bei dem Spitzenreiter Malta entfallen 45% der Exporte auf die Hightech-Industrie (Bezugsjahr 2008). Auch der Spezialisierungsindex auf IKT-Technologien weist mit -23,6 für 2007 einen schlechten Wert für Österreich auf (EU-Durchschnitt -26,4). Erfreulich ist, dass der Wert sich im Vergleich zu 2000 für Österreich verbessert hat, während die meisten europäischen Länder durchwegs Einbußen hinnehmen mussten. Die asiatischen Länder wie Korea, Japan oder China haben stark aufgeholt und führen die Liste an (Bezugsjahr 2007) [vgl. (EU Kommission, 2011a)].

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    302

    Die Wirtschaftskammer hat auf vielen Auslandsmärkten Handelsstellen eingerichtet, die den Absatzmarkt sehr gut kennen und den Unternehmen in ihrer Internationalisierung behilflich sind. In regelmäßigen Abständen finden Handelsmessen und weitere Veranstaltungen statt, die österreichische Unternehmen mit potenziellen Kunden zusammenbringen sollen.

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    303

    Die Wirtschaftskammer klärt in unzähligen Roadshows Unternehmen auf, wie sie IKT zu ihren Gunsten einsetzen, die Märkte erweitern, die Prozesse optimieren und den Einkauf effizienter gestalten können.

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    304

    Es gibt in Österreich einige IKT-Cluster, die sich auf bestimmte Themengebiete spezialisiert haben und meist lokaler Bedeutung sind. Nur wenige, wie der Softwarepark Hagenberg, haben es geschafft sich einen internationalen Ruf aufzubauen.

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    d. Themenziele

    305
  • Ansiedlung von mehr als 50 neuen ausländischen IKT-Unternehmen in Österreich bis 2018.
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    306
  • Anteil von IKT an Exporten steigt bis 2018 auf 15%.
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Veränderungen ...

    umfassender Einsatz von IKT bedeutet gegebenenfalls auch Veränderung des Vorhandenen (Abläufe, Wertschöpfungsketten usw.). Es ist wichtig das als konstruktives Management von Chancen zu begreifen und sich nicht (nur) vor der Aufgabe von Vertrautem zu fürchten!

    KMUs sind wesentlich für den Erfolg Österreichs

    Die ISPA betont, dass der Breitbandausbau zu einem wesentlichen Teil von kleinen und mittelgroßen Internet Service Providern (KMU-ISPs) mitgetragen wird, welche im gesamten Bundesgebiet tätig sind. Diese Unternehmen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Überwindung der so genannten „digitalen Kluft“, indem sie beispielsweise in ländlichen Regionen mittels WLAN –Infrastruktur Breitbandzugänge zur Verfügung stellen.
    KMU-ISP tätigen in ganz Österreich Investitionen, um ihre Netze aufzurüsten und schaffen in vielen Regionen Österreichs Arbeitsplätze im IKT-Sektor. Durch diese Tätigkeiten wird unentbehrliches Know-how transferiert und ein wertvoller volkswirtschaftlicher Beitrag geleistet.
    Ein fairer, nachhaltiger und chancengleicher Wettbewerb ist die Grundvoraussetzung dafür, dass KMU-ISPs ihren Anteil an der volkswirtschaftlichen Entwicklung sowie am Erfolg Österreichs als IKT-Nation weiter gewährleisten können.
    Die ISPA möchte daher darauf aufmerksam machen, dass sich die virtuelle Entbündelung nach wie im Anfangsstadium befindet, obwohl diese seit der Erlassung des Bescheids M 3/09 im Jahr 2009 einen gleichwertigen Ersatz zur traditionellen Entbündelung darstellen soll.
    Dabei wäre eine annehmbare Alternative zur physischen Entbündelung ein wichtiger Schritt, den anhaltenden Re-Monopolisierungstendenzen auf dem Festnetz-Breitbandmarkt entgegenzuwirken.
    Die ISPA betont, dass ein funktionierender Wettbewerb auch in diesem Bereich essentiell für die Zukunft Österreichs als IKT-Nation ist.

    Nachhaltiger Wettbewerb erfordert eine Separation des Incumbents

    Die ISPA betont den hohen Stellenwert von fairem und nachhaltigem Wettbewerb im Internetzugangsbereich. Dieser kann allerdings angesichts der im Infrastrukturbereich ungebrochenen Dominanz des Incumbents A1 Telekom Austria AG nur schwerlich stattfinden. Dies zeigt sich auch im beständigen Rückgang von xDSL-Anschlüssen alternativer ISPs sowie entbündelter Leitungen.
    Die ISPA vertritt die Ansicht, dass einzig eine Separation des Incumbents in eine Infrastrukturgesellschaft sowie in einen Retail-Arm die bestehenden Wettbewerbsprobleme lösen kann. Die Ausgliederung der Infrastruktur des vertikal-integrierten Ex-Monopolisten würde zudem dem „Open Access“ Prinzip entsprechen, welches vorsieht, dass alle Mitbewerber zu gleichen und diskriminierungsfreien Konditionen Zugang zum Leitungsnetz erhalten.
    Dies würde den Wettbewerb im gesamten Bundesgebiet beleben und zur technologieneutralen, fairen und optimalen Verteilung der Förderungen für den Breitbandausbau auch in ländlichen Regionen beitragen. Zusätzlich würde es kleinen und mittelgroßen ISPs erleichtert werden, sich am Markt erfolgreich zu behaupten.
    Die ISPA fordert daher die Abspaltung der Infrastruktursparte des Incumbents in eine eigene Gesellschaft, welche diskriminierungsfrei Zugang zum Leitungsnetz gewährt. Hierdurch würde der Wettbewerb nachhaltig gestärkt.