IKT Strategie

Start-Ups und junge IKT-Unternehmen

a. Potenzial

Ein guter Nährboden für Unternehmensgründungen bringt viele Start-Ups hervor

272

Will Österreich ebenfalls ein Nährboden für erfolgreiche, innovative Unternehmen im IKT-Bereich sein (wie es alle IKT-Spitzenländer sind), dann wird eine IKT-orientierte Standortpolitik unumgänglich sein. Erfolgreiche Länder im Spitzenfeld haben längst erkannt, dass die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen attraktiv sein müssen, um die morgigen Googles, Facebooks und YouTubes ins Land zu holen. Daher ist in beinahe jeder IKT-Strategie eines Spitzenlandes die Standortpolitik zu finden, wobei diese meist in der allgemeinen Wirtschaftsstrategie aufgeht. Den Fokus auf die Standortpolitik zu werfen, damit hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden können und der Wohlstand erhalten bzw. gesteigert werden kann, ist daher auch eine essenzielle Aufgabe dieser Strategie.

Voting closed
Voting closed
3 Stimmen
1 KommentareKommentare lesen
273

In einem rasch wachsenden Sektor wie jenem der IKT ist das Potenzial naturgemäß sehr groß. Durch die Dynamik und die Vielzahl an Innovationen, die täglich auf den Markt kommen, entstehen Chancen und neue Herausforderungen für die österreichische Wirtschaft. Durch die internationale Ausrichtung des IKT-Sektors wird die Wirtschaftskraft des Landes gestärkt.

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
274

Österreich hat dazu die besten Voraussetzungen. Die Lebensqualität in Österreich zählt international gesehen zu einer der höchsten. Streiktage in Österreich sind im internationalen Vergleich selten. Österreich gilt als das Tor zu Osteuropa, die Lage mitten in Europa als hervorragend. Die österreichischen Unternehmen genießen einen innovativen und verlässlichen Ruf. Die Forschung im IKT-Bereich hat dank der Anstrengungen in einigen Themengebieten und der Verzahnung mit der Wirtschaft gute Erfolge erzielt.

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
275

Technologischer Fortschritt und Innovationen im IKT-Bereich lassen sich vor allem in der Umsetzung und Kommerzialisierung in wirtschaftlich verwertbare Produkte mit herkömmlichen Finanzierungsinstrumenten nur schwer oder gar nicht realisieren. Staatliche Fördermöglichkeiten beschränken sich oft auf Anschubfinanzierungen und traditionelle Finanzierungsinstrumente scheiden aufgrund der hohen Risiken und fehlenden Sicherheiten aus. Venture Capital füllt diese Lücke bei jungen Unternehmen mit Wachstumspotenzial und kann so den technologischen Fortschritt vorantreiben und den Strukturwandel beschleunigen. Die Unternehmen weisen meist ein höheres Wachstum auf und schaffen hochwertige Arbeitsplätze. Den Wachstumschancen von mit Venture Capital finanzierten Unternehmen stehen auch die hohen Ausfallrisiken für das haftende Kapital gegenüber [vgl. (Frommann & Dahmann, Oktober 2005)].

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
276

Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
2.02Venture capital availabilityUmfrage1,1%432,9
2.06Intensity of local competition Umfrage1,1%85,8
7.01Firm-level technology absorption Umfrage2,0%125,9
7.02Capacity for innovationUmfrage2,5%124,8
9.01Impact of ICT on new services and productsUmfrage2,5%225,4
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7

b. Eingrenzung

277

- Venture Capital für junge Unternehmen oder innovative Projekte

Voting closed
Voting closed
5 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
278

- Unternehmensgründungen

Voting closed
Voting closed
4 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen

c. IST-Analyse

Abbildung 23: Unternehmensgründung, Quelle: Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

279

In Österreich brauchen potenzielle Unternehmer laut Networked Readiness Index durchschnittlich mehr Zeit und mehr Prozessschritte um ein Unternehmen zu gründen (siehe Abbildung 23). In einem Land mit mehr als 87% Klein- und Mittelunternehmen (KMU) [vgl. (Statistik Austria, 2012c)]. Wert für 2010] ist eine rasche Unternehmensgründung von großer Bedeutung, denn unnötige bürokratische Hürden sollen Unternehmensgründungen nicht erschweren oder behindern.

Voting closed
Voting closed
4 Stimmen
2 KommentareKommentare lesen
280

Hier bietet das Unternehmensserviceportal (USP) zunehmend Unterstützung. In Zukunft möchte das USP einen durchwegs elektronischen Gründungsprozess sowie eine einheitliche Meldeinfrastruktur bieten.

Voting closed
Voting closed
Keine Daten verfügbar.
0 Stimmen
1 KommentareKommentare lesen

Abbildung 24: Venture Capital, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012, EVCA, 2012, Dutta & Bilbao-Osorio, 2012.

281

Venture Capital (VC) ist für die IKT-Branche von großer Bedeutung. Die Verfügbarkeit von VC entspricht dem EU-Durchschnitt, die Investitionen durch VC rangieren in Österreich ganz weit unten. Auch Risikokapitalgeber sind in Österreich rar (siehe Abbildung 24).

Voting closed
Voting closed
3 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
282

Im Jahr 2011 flossen europaweit 17,64% des VC in den Bereich Kommunikation und 17,79% des VC in Computer und Konsumentenelektronik [vgl. (EVCA, 2012)].

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
283

Das Volumen an Venture Capital 2011 gemessen am BIP beträgt in Österreich lediglich 0,007% [vgl. (EVCA, 2012)]. Diese Zahl gibt die Höhe des Kapitalvolumens an, das von VC-Gebern mit Sitz in Österreich zur Verfügung gestellt wurde. Damit liegt Österreich deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 0,029%. Erfreulich ist, dass das Kapitalvolumen, das österreichischen Unternehmen von VC-Gebern zugeflossen ist, im Jahr 2011 rund 0,031% des BIP betrug und damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 0,027% liegt. Dieser Vergleich zeigt, dass es in Österreich innovative Unternehmen schaffen, VC für sich zu gewinnen, aber die VC-Geberszene in Österreich unterdurchschnittlich ausgeprägt ist.

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
284

Untersucht man Kapitalgeber in Österreich, fällt auf der einen Seite das starke Auftreten staatsnaher Betriebe und Banken auf und auf der anderen Seite der nicht vorhandene Pensionsfonds als Investor. Der Investitionsanreiz für unabhängige Fonds ist im Vergleich zu anderen Ländern aufgrund der vielen, sehr kleinen österreichischen Unternehmen sowie der nicht zufriedenstellenden, gesetzlichen Regelungen verhalten. Aufgrund dessen unterstützen staatliche Einrichtungen in Österreich zu einem großen Teil die KMU mittels Private Equity (beispielsweise die Austria Wirtschaftsservice GmbH). Die mangelnde Verfügbarkeit von Kapital aus den Pensionsfonds ist auf die strikte Regelung des Investmentportfolios für österreichische Investmentfonds zurückzuführen. Die Analyse der österreichischen Investoren lässt den Schluss zu, dass der Markt nicht wie in anderen europäischen Ländern entsprechend ausgereift ist, wodurch sich auch die geringe Anzahl verschiedenartiger Anleger und Investoren erklären würde. Dies unterstreicht die Relevanz der Verbesserung der Rahmenbedingungen zur Ansiedelung von VC-Unternehmen [vgl. (Ludwig, 2011)].

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
285

Die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) des BMVIT fördert Projekte und Vorhaben mit überdurchschnittlich hohem Hightech-Charakter in Form von zinsengünstigen Krediten und Zuschüssen. Unterstützt werden angewandte F&E-Projekte, die zu einer Unternehmensgründung führen. Von den Förderinstitutionen der Bundesländer gibt es ebenfalls Unterstützungen.

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen

d. Themenziele

286
  • Halbierung der erforderlichen Zeit für Unternehmensgründungen
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    287
  • Mindestens 100 neue Start-Ups im IKT-Bereich bis 2018
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    288
  • Venture Capital Fonds mit mehr als 100 Millionen zur Verfügung bis 2018
  • Voting closed
    Voting closed
    4 Stimmen
    1 KommentareKommentare lesen
    289
  • Schaffung von zusätzlichen 10.000 neuen IKT Arbeitsplätzen bis 2018
  • Voting closed
    Voting closed
    3 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen

    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?