IKT Strategie

Medienkompetenz - Bildung

a. Potenzial

Medienkompetenz ist die Eintrittskarte in die Informations- und Wissensgesellschaft.

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Der sorgfältige Umgang mit den neuen Medien erfordert Know-how, damit der Nutzer aus dem vollen Potenzial schöpfen kann und ein Bewusstsein dafür entwickeln kann, was er durch seine Tätigkeiten bewirkt. Dies ist insbesondere wichtig, wenn eine Gesellschaft viele der Anwendungen (wie E-Health etc.) auf IKT-Basis umstellen will, denn die Menschen können dann mit der Umstellung auf neuere Technologien besser umgehen. Auch die Anforderungen seitens der Wirtschaft in Bezug auf Medienkompetenz werden steigen, weil diese neuen Technologien immer stärker in das Arbeitsleben Einzug finden. Es ist daher unerlässlich, dass alle Bürger in Österreich über ein Mindestmaß an IKT-Fähigkeiten verfügen.

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IKT-Skills sind nicht an bestimmte Berufe gebunden

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Medienkompetenz fängt schon bei Kindern an. Die EU Kommission schlägt vor, bereits in der Volksschule mit der Vermittlung von IKT-Skills zu beginnen [vgl. (EU Kommission, 2011a)]. IKT-Skills sind besonders wertvoll, weil sie sich sowohl im Arbeits- als auch im Privatleben einsetzen lassen. IKT-Skills zeichnet auch eine besonders hohe Übertragbarkeit auf unterschiedlichste Berufe aus, d.h. ein Großteil der IKT-Skills ist nicht an bestimmte Berufe gebunden, sondern ist in vielen Berufen anwendbar. Daher sollten sie auch bereits in der Schule den Kindern vermittelt werden, unabhängig davon welchen Berufszweig sie später wählen. Bereits in der Volksschule und in der Sekundarstufe sollte Medienkompetenz vermittelt werden und der Umgang mit IKT geschult werden. Es ist selbstverständlich IKT in der höheren Bildung einzusetzen, wenn Schüler auf das Arbeitsleben adäquat vorbereitet werden sollen.

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Neben der Schule sollen auch die Universitäten, Fachhochschulen und andere Bildungseinrichtungen des tertiären Sektors stärker IKT im Unterricht einsetzen, insbesondere in Hinblick auf eine solide Ausbildung für die weitere berufliche Karriere. Denn IKT-Skills zählen zu den berufsübergreifenden Fähigkeiten, die beispielsweise in der Einführung von neuen Technologien von Vorteil sind. Arbeitskräfte mit stark ausgeprägten berufsübergreifenden Fähigkeiten sind grundsätzlich flexibler einsetzbar. „In Zeiten insgesamt rascheren technologischen Wandels […] könnten daher Volkswirtschaften mit einem Qualifikationsset, das eher aus berufsübergreifenden Fähigkeiten besteht, neue Technologien effektiver und rascher einsetzen und dadurch ihre wirtschaftliche Leistung gegenüber Volkswirtschaften, deren Qualifikationsmischung eher aus berufsspezifischen Fähigkeiten besteht, steigern“ [vgl. (Bock-Schappelwein, Janger, & Reinstaller, August 2012)].

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Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

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Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
2.08Quality of management schools Umfrage1,1%344,8
3.05Accessibility of digital contentUmfrage2%46,4
5.01Quality of educational systemUmfrage2,5%244,7
5.02Quality of math & science educationUmfrage2,5%384,6
5.03Secondary education gross enrollment rateData2,5%3199,6
5.04Adult literacy rate, % Data2,5%1599,0
6.02Individuals using Internet, % Data1,4%2372,7
6.05Broadband Internet subscriptions/100 popData1,4%2523,9
9.04Knowledge-intensive jobs % workforceData2,5%2736,7
10.01Impact of ICT on access to basic servicesUmfrage2,5%155,7
10.02Internet access in schoolsUmfrage2,5%185,9
10.03ICT use & gov’t efficiencyUmfrage2,5%125,5

b. Eingrenzung des Themenfelds

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  • IKT in der Schule (Volksschule, Sekundarstufe und Oberstufe, …)
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  • IKT in der Berufsausbildung
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  • IKT im tertiären Sektor
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  • IKT in der Erwachsenenbildung
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  • IKT-Infrastruktur in den Bildungsstätten
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  • Medienkompetenz der Lehrenden
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  • Einsatz von IKT im Unterricht
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    c. IST-Analyse

    Abbildung 12: Internetrecherche und Online Kurse, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012.

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    Die Bevölkerung Österreichs interessiert sich allgemein für Informationen zu Ausbildung bzw. Weiterbildung und bedient sich in diesem Zusammenhang gerne des Internets um bestimmte Inhalte passend zu diesen Themengebieten zu recherchieren. Online Kurse werden jedoch hierzulande noch wenig genutzt. Österreich zählt in diesem Punkt zu den Nachzüglern. (siehe 12).

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    Abbildung 13: Allgemeine IKT Kompetenzen, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012.

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    Im Vergleich zum EU-Durchschnitt hat Österreich anteilig mehr Absolventen in Fachrichtungen der Technologie und den Naturwissenschaften vorzuweisen. Betrachtet man jedoch nun die allgemeinen IKT-Kompetenzen bezogen auf bereits berufstätige Personen, so sehen viele Arbeitnehmer ihre eigenen IKT-Fähigkeiten kritisch und würden diese sogar als mangelhaft für einen Arbeitsplatzwechsel einstufen. Im Bereich Internetkompetenz hat die Europäische Union Kompetenzstufen definiert, wobei die Nutzung von Peer-to-Peer Filesharing sowie das Errichten einer Website zu der höchsten Kompetenzstufe zählen. Anhand der Auswertung dieser Erhebung ist klar zu erkennen, dass nur wenige Österreicher über dieser Art der Internetkompetenz verfügt und hierbei noch Aufholbedarf besteht (siehe Abbildung 13).

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    Abbildung 14: Infrastruktur und Unterricht – Schüler, Quelle: University of Liège, 2012.

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    Österreichs Schüler, die sich am Ende der Sekundarstufe I (d.h. 8. Schulstufe) befinden, haben im laufenden Schuljahr zum Großteil noch keinen Unterricht mit Computer erlebt, obwohl die Breitbandversorgung der Schulen überdurchschnittlich hoch ist. Die Ausstattung mit Beamern liegt knapp über EU27-Durchschnitt (siehe Abbildung 14).

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    Abbildung 15: Infrastruktur und Unterricht – Lehrer, Quelle: University of Liège, 2012.

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    Betrachtet man die IKT-Bildung der Lehrer, so ist in Österreich ein starker Nachholbedarf gegeben. Es gibt kaum verpflichtende Fortbildungen für Lehrer zum Thema IKT und dies spiegelt sich auch im Unterricht wider. Informations- und Kommunikationstechnologien werden im Unterricht äußerst selten genutzt und bezogen auf die 8. Schulstufe liegt Österreich bei diesen Kennzahlen nicht nur unter dem EU-Durchschnitt, sondern zählt zu den fünf schlechtesten Ländern in der EU. Grundsätzlich fehlt es in Österreich auch an Strategien zur Stärkung der Zusammenarbeit von Lehrern. Innerhalb der EU nutzen die Lehrer bereits in einigen Ländern Online Plattformen zum beruflichen Austausch – dieser Weg führt zu einer verstärkten Zusammenarbeit. In Österreich jedoch sind diese Plattformen einerseits kaum vorhanden und werden andererseits nur selten genutzt. IKT als Teil des Bildungs- und Ausbildungsprozesses müssen in Österreich erst erkannt und genutzt werden (siehe Abbildung 15).

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    Abbildung 16, Einschätzung der Anwenderkenntnisse und Verfübarkeit, Quelle: University of Liège, 2012.

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    Die IKT-Infrastruktur ist vorhanden und dies entspricht auch der Auswertung anderer Kennzahlen. Ebenso sind keine Einschränkungen durch einen Mangel an Geräten gegeben und dennoch übersteigen die Anwenderkenntnisse der Lehrer und auch der Schüler nicht deutlich den EU-Durchschnitt (siehe Abbildung 16).

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    193

    Betrachtet man nun die Schulbildung als eine Grundlage, in deren Rahmen auch Medienkompetenz vermittelt wird, so ist folgender Bericht aus dem Jahr 2009 zum Thema Internet in der Schule aufschlussreich [vgl. (BMUKK - Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, 2012)].

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    194

    In der Unterrichtspraxis hat das Internet gleichzeitig drei bedeutende Funktionen:

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  • Lehrer nutzen das Internet zur Vorbereitung ihres Unterrichts.
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    196
  • Das Internet wird als Unterrichtsmittel zur Vermittlung von jeweils fachspezifischem Wissen eingesetzt
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    197
  • Das Internet wird selbst zum Thema schulischer Wissensvermittlung
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    198

    Um diese drei Funktionen jedoch tatsächlich erfüllen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen erforderlich. Erstens sind Motivation und Medienkompetenz auf Seite der Lehrer unabdingbar. Zweitens erfordert die Nutzung von IKT auch eine entsprechende Infrastruktur, weshalb die technischen Gegebenheiten stimmen sollten. Drittens ist eine Integrationsmöglichkeit auf Ebene der Lehrpläne zu schaffen.

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    199

    Die Medienkompetenz der Lehrer ist breit gestreut. Während die meisten über ein solides Anwendungswissen verfügen, das sie sich großteils im Zuge des Eigengebrauches angeeignet haben, gibt es nur wenige Lehrer, die mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten im Unterricht vertraut sind. Die Schüler selbst beurteilen die IKT-Kompetenzen der Lehrer wohl auch aus diesem Grund eher skeptisch. In puncto Infrastruktur ist festzuhalten, dass die meisten EDV-Räume sehr gut ausgestattet sind, doch reguläre Klassenräume verfügen nur selten über eine Auswahl an modernem IKT-Equipment. Der dritte Faktor – Lehrpläne – steht im Mittelpunkt dieser aktuellen Situation. Die Unterrichtszeit wird ohnehin als sehr knapp erlebt, wenn man bedenkt, welche Inhalte innerhalb eines Schuljahres pro Fach vermittelt werden sollen. Für viele Lehrer stellt sich somit die Frage, wie sie das Thema Medienkompetenz und Internetwissen in diesen dichten Plan zusätzlich integrieren sollen.

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    200

    Im Rahmen der Fachdidaktik wird das Internet – wenn überhaupt – meist nur zu Visualisierungszwecken genutzt und soll dadurch den Frontalvortrag unterstützen. Eine aktivere Einbindung des Mediums in den Unterricht ist selten und scheitert oft an Ideen zur didaktischen Umsetzung. Ebenso ist eine spontane Nutzung des Internets im Moment kaum denkbar, denn häufig erfordert die aktuell vorhandene Ausstattung in Klassenräumen einen gewissen organisatorischen Aufwand. Nach der Abholung und dem Aufbau der Geräte nur einen Teil der Unterrichtsstunde diesem Medium zu widmen, würde man als Zeitverschwendung interpretieren. E-Learning-Systeme sind zwar bereits bekannt, werden jedoch oft nicht innovativ genutzt, sondern stellen für Lehrer nur eine Möglichkeit dar, den Schülern Unterlagen elektronisch zur Verfügung zu stellen.

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    201

    Lehrer erkennen bereits, dass ihre Schüler von Wissen um die Strukturen und Funktionen des Internets profitieren würden und sie ebenso entsprechendes Anwendungswissen im Rahmen der Schule erlernen sollten. Als besonders wichtig werden Strategien zur Informationsrecherche, -bewertung und -verarbeitung sowie Strategien zur Gefahrenvermeidung eingestuft. Trotz dieser Einschätzung wird den Jugendlichen in der Schule nur sehr wenig Internetwissen vermittelt, was teilweise auch auf die ungeklärte Zuständigkeit zurückzuführen ist. Es existiert kein fächerübergreifender Lehrplan zur Vermittlung dieses Wissens und gleichzeitig ist diese Thematik keinem konkreten Schulfach zugeordnet.

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    202

    Abschließend hat sich die Studie mit Kompetenzen und Inkompetenzen von Schülern und Lehrern beschäftigt und kommt dabei zum folgenden Ergebnis:

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    203

    Die Schüler haben besonders auffällige Defizite in Bezug auf die analytische bzw. evaluative Kompetenz. Besonders starken Nachholbedarf gibt es im Hinblick auf die Fähigkeit Informationen zu beurteilen. Ebenso in den anderen Kompetenzbereichen sind gravierende Teilbereichsdefizite zu erkennen. Bei Lehrern gibt es eindeutige Schwächen im Bereich der technischen aber auch der (Selbst-)Organisationskompetenz. Auch in anderen Bereichen besteht durchaus Nachholbedarf. Internetkompetenz bei Lehrern ist in der Regel ein Resultat von Eigenengagement und ist besonders stark unter Informatiklehrern vertreten. Die Wissensunterschiede bei Lehrern sind sehr stark altersbedingt. Vor allem ältere Lehrer würden verstärkte Fortbildungsmöglichkeiten zu Internetdidaktik begrüßen1.

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    204

    In Österreich hat Saferinternet.at, ein von der EU-Kommission geförderter Verein in Zusammenarbeit mit Bundesministerien und Wirtschaft, viele Initiativen direkt an den Schulen umgesetzt, um Schülern und Lehrern den Umgang mit Medien näher zu bringen. Auch die Österreichische Computer Gesellschaft (OCG) hat eine Reihe von Projekten umgesetzt, die sich mit der Medienkompetenz beschäftigen.

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    d. Themenziele

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    Alle Bürger verfügen über jene IKT-Fähigkeiten, um die IKT-Anwendungen zu verwenden, die potenziell ihre Lebensqualität verbessern können.

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    206
  • Alle Absolventen der Sekundarstufe beherrschen einen definierten Mindest-standard an IKT-Skills.
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    207
  • Die IKT werden in allen Klassen der Sekundärstufe durchschnittlich zumindest drei Mal in der Woche eingesetzt.
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    208
  • % der Lehrer setzen IKT in ihrem Unterricht in der Sekundärstufe ein.
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    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Was wäre bis 2018 realisierbar? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Das Fehlen von Ausbildung für

    Das Fehlen von Ausbildung für Medienkompetenz in den Lehrplänen ist ein seit Jahren kritisiertes Defizit. Zur Medienkompetenz gehört aber nicht nur das Wissen um Hard- u. Software bzw. Zugang und Nutzungsmöglichkeiten des Internets, sondern weit über die rein technologischen Fragen hinaus der Umgang mit Medien insgesamt unabhängig vom „Sender“. Der kritische Umgang mit Medien (ohne Zweifel auch ein wichtiger Punkt bei der Nutzung traditioneller Medien) ist im noch inhomogeneren Medienumfeld im IKT-Bereich (siehe z.B.: Bewertungen von Informationen in WIKIPEDIA oder auf sozialen Medien) noch mehr gefragt.

    Dazu kommt, dass der Informationsprozess im IKT-Bereich bei weitem nicht in eine Richtung erfolgt. Um ein negatives Beispiel zu nennen: mobiles Mobbing auf diversen Web 2.0 Kanälen zeigt, wie schnell der geübte User auch negative Information bis hin zur Rufschädigung im Internet „weltweit“ platzieren kann. Dass solchen Handlungsweisen auf der Seite des „Senders“ kontrollierend Einhalt zu gebieten ist, ist eine Frage des Themas Rechtssicherheit. Auf der Seite des Konsumenten oder des aktiven Users (prosumer) ist es eindeutig ein Thema der Medienausbildung und dazu gehört auch, das Entwickeln sozialer Standards im digitalen Bereich (social behaviour).