IKT Strategie

IKT in Gesundheit und Pflege

a. Potenzial

Österreich steht vor großen Herausforderungen im Gesundheitsbereich

152

Im Gesundheitsbereich steht Österreich vor außerordentlichen Herausforderungen. Die demografischen Prognosen zeigen, dass der Anteil der Senioren ständig zunimmt. Dies führt dazu, dass die Gesundheitskosten und die Pflegekosten in den nächsten Jahren weiterhin steigen werden. Durch die Kompetenzverteilung zwischen Bund und Ländern und durch die hohe Anzahl an verschiedenen Gruppen von Gesundheitsdienstanbietern entsteht ein hoher administrativer Aufwand.

Voting closed
Voting closed
5 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen

IKT sind ein Schlüssel zur Lösung dieser Herausforderungen

153

IKT haben das Potenzial einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu leisten. IKT-gestützte Innovationen finden sich schon heute in der Telemedizin, bei Patientensystemen für Krankenhäuser, bei neuen diagnostischen und bildgebenden Verfahren und in vernetzten Informationssystemen. Die Bedeutung der IKT für Gesundheit und Pflege wird in den nächsten Jahren zunehmen.

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
154

In der Verwaltung können Prozesse noch schlanker und patientenfreundlicher gestaltet werden. Insbesondere Lösungen wie zum Beispiel Patienteninformationssysteme, die sich an den Kundenbedürfnissen ausrichten, können mit IKT realisiert werden. Aufgrund der Vielzahl an heterogenen Systemen werden in Zukunft die Standardisierung und der Übergang zu offenen Schnittstellen eine große Aufgabe sein, denn ein Datenaustausch sowie eine Integration sind für ein modernes, effizientes Gesundheitswesen unerlässlich. Darüber hinaus kann der Einsatz von IKT die Qualität der Behandlungen verbessern, indem Daten strukturiert zur Verfügung gestellt werden, neueste Erkenntnisse abrufbar werden und die Erfahrungen anderer Ärzte zugänglich werden. Für den Patienten können IKT die Transparenz erhöhen, indem sie ihm mehr Informationen über seine Behandlungen geben.

Voting closed
Voting closed
4 Stimmen
1 KommentareKommentare lesen
155

Medizintechniker denken da insbesondere an autarke Überwachungssysteme, die ständig Blutzuckerspiegel, Herzschlag und andere wichtige Körperfunktionen von Risikopatienten kontrollieren, und bei Bedarf selbstständig einen Alarm auslösen.

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
156

In Verbindung mit der Mobilität bedeutet der Einsatz von IKT, dass Gesundheitswerte und der Gesundheitszustand von Patienten beobachtet werden können, während sich diese zuhause befinden. Damit steigt auf der einen Seite die Lebensqualität für die Menschen, da sie in den eigenen vier Wänden bleiben können. Auf der anderen Seite bedeutet dies Einsparungen für Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstanbieter. Insbesondere im Pflegebereich können so IKT die Lebensqualität der Menschen verbessern und ihnen eine sichere medizinische Versorgung gewährleisten.

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
157

Die Forschung von IKT-Anwendungen im Gesundheitsbereich ist eines der Felder, das am schnellsten wächst. Der Anteil an der IKT-Forschung konnte von 2001 bis 2011 um mehr als 6% gesteigert werden [vgl. (FFG - Forschungsförderungsgesellschaft, 2012a)].

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
158

Das Potenzial in Österreich in diesem Exzellenzfeld ist immens. Allein die demografische Entwicklung zeigt, dass der Anteil der pflegebedürftigen Personen steigen wird. Senioren, die IKT aus ihrem Arbeitsleben kennen, werden in der Pension und in ihrer medizinischen Versorgung nicht darauf verzichten wollen. Durch die Vielzahl an verschiedenen Kategorien von Gesundheitsdienstanbietern herrscht ein weites Betätigungsfeld für den Einsatz von IKT.

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
159

Die Voraussetzungen für dieses Themenfeld in Österreich sind außerordentlich gut. Die Regierung und die Bürger sind sich des demografischen Problems bewusst. Die Kosten explodieren und es wird nach Lösungen gesucht, um diese Kosten einzudämmen.

Voting closed
Voting closed
2 Stimmen
0 KommentareKommentare lesen
160

Die Entwicklung dieses Themengebietes wirkt sich auf folgende Indikatoren des Networked Readiness Index des Weltwirtschaftsforum aus [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012), Einschätzung der Geschäftsstelle des KIG].

Voting closed
Voting closed
1 Stimme
0 KommentareKommentare lesen
Nr.IndikatorData/ UmfrageGe-wichtPlatz 2012Punkte 2012
1.02Laws relating to ICTUmfrage1,1%105,5
2.09Gov’t procurement of advanced techUmfrage1,1%264,2
3.05Accessibility of digital contentUmfrage2%46,4
6.02Individuals using Internet, % Data1,4%2372,7
6.04Households w/ Internet accessData1,4%2172,9
6.05Broadband Internet subscriptions/100 popData1,4%2523,9
7.02Capacity for innovationUmfrage2,5%124,8
9.03Impact of ICT on new organisational modelsUmfrage2,5%374,7
10.03ICT use & gov’t efficiencyUmfrage2,5%125,5

b. Eingrenzung des Themenfelds

161
  • Einsatz von IKT in der Administration
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    162
  • Intramurale Systeme in Krankenanstalten und anderen stationären Gesundheits-anstalten.
  • Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    163
  • Extramurale Systeme in der Betreuung von chronischen und nicht-chronischen Patienten
  • Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    164
  • Unterstützung der Menschen in der Pflege in den eigenen vier Wänden
  • Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    165
  • Verfügbarkeit von verlässlichen Gesundheitsinformationen sowie Partizipations-möglichkeiten
  • Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen

    c. IST-Analyse

    Abbildung 11: Nutzung IKT in Gesundheit und Pflege, Quelle: EU-Kommission, 2008-2012, Codagnone & Lupianez-Villanueva, 2011.

    166

    Betrachtet man die vergleichenden Analysen zum Themenfeld Gesundheit und Pflege, ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass Österreicher sich allgemein sehr für Informationen zu Gesundheitsthemen im Internet interessieren. Dieses Medium wird zur Recherche in diesem Themenfeld genutzt. Weiters ist zu erkennen, dass die IKT-Infrastruktur sowie die IKT-Sicherheit in Spitälern insgesamt als zufriedenstellend bezeichnet werden kann und die Kennzahlen in diesem Bereich zumeist deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen (siehe Abbildung 11).

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    167

    Trotz dieser positiven Daten zur IKT-Nutzung in diesem Bereich und dem überdurchschnittlichen Ressourceneinsatz für Gesundheit und Pflege weist Österreich eine unterdurchschnittliche Gesundheitserwartung auf. Laut Industriellenvereinigung liegen die Ursachen hierfür unter anderem daran, dass es erstens an einer einheitlichen Planung mangelt, dass zweitens eine breite Zersplitterung der Kompetenzen vorliegt und dass drittens die Leistungssteuerung als unzureichend zu beurteilen wäre. Die Industriellenvereinigung spricht sich daher für eine verstärkte Nutzung von E-Health aus, da hierdurch sowohl ein besseres Service als auch eine höhere Transparenz für die Patienten erreicht werden könnte. Gleichzeitig wird E-Health als ein Instrument zur Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung im Gesundheitswesen betrachtet. Die Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation – zwischen Spitälern, Ärzten, Institutionen – bestehen grundsätzlich bereits, doch diese Möglichkeiten sollen nun auch genutzt werden [vgl. (Industriellenvereinigung, 2011)].

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    168

    Das Thema ist in Österreich aktuell von großer Bedeutung und angesichts dessen wird bereits intensiv an medizinischen Lösungen geforscht, die IKT integrieren und zu einem wichtigen Bestandteil des Gesundheitssystems werden lassen. Das Programm benefit des BMVIT fördert beispielsweise gezielt die Pilotierung von AAL.

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    169

    Die E-Health-Initiative ist ein Expertengremium, das durch eine Kooperation des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) eingerichtet wurde. Ziel der E-Health-Initiative ist die aktive Mitgestaltung und das Vorantreiben der Entwicklung, Harmonisierung und Koordinierung von elektronischen Diensten im Gesundheitswesen [vgl. (ADV - Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung)]. Ein Entwurf für eine österreichische EHealth-Strategie wurde bereits erarbeitet und mithilfe dieses Entwurfes soll ein auf breitem Konsens beruhendes Dokument geschaffen werden, das den Verantwortlichen im Gesundheitswesen als Anhaltspunkt dienen soll, wenn es darum geht Entscheidungen im Technologiebereich zu treffen. Die Strategie soll einen Leitfaden darstellen, der einerseits in einem fachlich fundierten Rahmen erarbeitet wurde und andererseits längerfristige Entwicklungen und Konzepte berücksichtigt [vgl. (BMG - Bundesministerium für Gesundheit)].

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    170

    Mit der Verabschiedung des Gesetzes zur Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) sowie mit ihrer Einführung wird Österreich ebenfalls einen großen Schritt bei der IKT-Nutzung in Gesundheit und Pflege weiterkommen. Bei ELGA handelt es sich um ein Informationssystem, das vorhandene Befunde patientenbezogen bündelt, wobei dies unabhängig davon erfolgt, wo diese ursprünglich abgespeichert wurden (z.B. Spitäler, Labors). Der behandelnde Arzt kann für vier Wochen mittels der E-Card des Patienten auf alle Befunde dieses Patienten zugreifen. Die Daten werden somit nicht zentral gespeichert, sondern bestehende Gesundheitsnetze werden dabei bestmöglich genutzt. Das erste Service, das im Rahmen von ELGA umgesetzt wird, ist die E-Medikation. Hierbei geht es darum das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigung, welches immer mit der Einnahme von Medikamenten verbunden ist, zu minimieren und gleichzeitig darum die Sicherheit für Patienten, die Medikamente einnehmen, insgesamt zu erhöhen. Die Anwendung E-Medikation bietet zu diesem Zweck eine „Medikationsübersicht“, worin alle Medikamente aufgelistet werden, die der Patient aktuell einnimmt oder bis zuletzt eingenommen hat. Niedergelassenen Ärzten und Spitälern sollen diese wichtigen Informationen zugänglich gemacht werden, denn die Medikationsübersicht kann einerseits bei der Verschreibung weiterer Medikamente als Entscheidungsgrundlage dienen und andererseits kann diese Anwendung bereits verschriebene Medikamente elektronisch auf unerwünschte Nebenwirkungen prüfen [vgl. (BMG - Bundesministerium für Gesundheit)].

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen

    d. Themenziele

    171

    Dieses demografische Problem betrifft viele westliche Länder. Österreich hat nun die Chance, sich als ein innovativer Spitzenreiter in Sachen IKT in Gesundheit und Pflege zu etablieren. Die Menschen in Österreich profitieren von den neuesten Technologien.

    Voting closed
    Voting closed
    1 Stimme
    0 KommentareKommentare lesen
    172
  • In mindestens einem Bundesland haben 90% der Bürger die Möglichkeit auf ein umfassendes Angebot IKT in der Pflege von zuhause aus zuzugreifen.
  • Voting closed
    Voting closed
    3 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    173
  • Mindestens 15% der chronisch Kranken, die extramural behandelt werden, haben die Möglichkeit, einen Teil ihrer Betreuung von zuhause aus über IKT abzuwickeln.
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    174
  • Die Finanzierung für IKT in Gesundheit und Pflege ist bis 2018 geklärt.
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen
    175
  • Die Menschen haben ausreichend Zugang zu verlässlichen Gesundheits-informationen.
  • Voting closed
    Voting closed
    2 Stimmen
    0 KommentareKommentare lesen

    Hier sind Sie gefragt!

    Welche Initiativen gibt es derzeit noch zu diesem Themenfeld? Könnte die Einführung von ELGA die Initialzündung für den konsequenten Einsatz der IKT in anderen Gesundheits- und Pflegebereichen sein? Wie lassen sich die Ziele bis 2018 verwirklichen? Welchen Handlungsbedarf sehen Sie zu diesem Themenfeld? Welche Schritte wären zu setzen, um das Themenfeld voranzutreiben? In welcher Zeit lassen sie sich umsetzen? Welche Begleitmaßnahmen wären dazu erforderlich? Welche Ressourcen wären zur Zielerreichung erforderlich? Wer wäre einzubinden? Wer könnte die Trägerschaft übernehmen?

    Kommentare

    Masterplan für ein Gesundheits-Vorsorge-System

    Die Liste der einzelnen Initiativen in den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Behandlung, Rehabilitation, Langzeituntersuchungen, AAL usw. ist bereits extrem lang. Diese Initiativen existieren vor allem auf Grund eines hohen Engagements von Organisationen aus den Bereichen Forschung, Medizin, Pflege, Unternehmen aus unterschiedlichen wirtschaftlichen Bereichen und Versicherungen aber auch auf Grund von Fördermitteln die einzelne Bereiche wie AAL, eHealth usw. unterstützen.

    Obwohl es noch Bedarf an Forschung und Entwicklung gibt, ist die Industrie technologisch schon sehr weit. Daten-Sicherheit und Benutzer-freundliche Geräte unterliegen einem ständigen Verbesserungsprozess und werden in naher Zukunft für eine Akzeptanz bei den End-Kunden sorgen.
    Jedoch ohne einen Masterplan, ist an eine Umsetzung nicht zu denken. Die einzelnen Initiativen müssen ein Teil eines Ganzen werden. Die führende Rolle in der Erstellung eines Masterplans kann nur der Bund einnehmen.
    Die Verantwortungsbereiche der einzelnen Stake Holder im Bereich Gesundheit und Pflege sind prinzipiell klar – die Verantwortung für neue technische Lösungen als Unterstützung dieser Bereiche ist jedoch noch offen. Verlässliche Betreiber von Lösungen im Bereich eHealth und AAL, die für die notwendige Verfügbarkeit und Datensicherheit sorgen sind ein unerlässlicher Baustein in der Umsetzung eines Masterplans um eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung, Vorsorge und Pflege zu garantieren die wir uns auch leisten können.
    Die Firma Kapsch ist das führende österreichische Unternehmen im Bereich M2M und Betrieb von Gesamtlösungen.