IKT Strategie

Österreich in die Spitze der IKT-Nationen positionieren

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Österreich an die Spitze der IKT-Nationen zu positionieren bedeutet, dass Österreich in der IKT-Entwicklung eine höhere Gangart einlegt als andere Spitzenländer, die bereits mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind. Das bedeutet auch, dass die Relativgeschwindigkeit der IKT in Österreich höher sein muss als jene in anderen Ländern. Es genügt daher nicht, die Ziele der Digitalen Agenda [vgl. (EU Kommission, 2010 - 2012)], die für alle Mitgliedsstaaten der EU gelten, zu erfüllen. Darüber hinaus müssen viele Anstrengungen unternommen werden, um gegen Länder wie Schweden, Finnland, Schweiz oder Deutschland zu bestehen. Diese haben ebenfalls klare nationale IKT-Strategien, die weit über die Ziele der Digitalen Agenda hinausgehen [vgl. (BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 2010), , , ].

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In Österreich werden in vielen IKT-Bereichen tagtäglich großartige Leistungen erbracht. Der Erfolg von den unzähligen Initiativen ist Ministerien, Ländern, Städten, Gemeinden, Interessensvertretungen, Organisationen, Unternehmen, ja sogar privaten Bürgern zu verdanken. Viele Menschen haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass die Wirtschaft durch IKT wettbewerbsfähig bleibt, dass die Bürger auf ein besseres Service zugreifen können und die Zusammenarbeit besser funktioniert. Diesen Menschen und ihren Ideen ist es zu verdanken, dass wir heute auf die neuesten Technologien zugreifen können und auf dem Weltmarkt bestehen können. Heute dienen wir aufgrund dieser Leistungen anderen Ländern in einzelnen Bereichen als Vorbild dienen.

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Trotz dieser vielen Erfolge kann Österreich in einem so breiten Feld wie IKT nicht in allen Gebieten einen Spitzenplatz erringen. Vielmehr haben die Erfahrungen anderer IKT-Spitzennationen gezeigt, dass eine Konzentration auf einige wenige Exzellenzfelder die beste Ausgangsbasis für eine IKT-Strategie ist. Erfolge auf diesen Exzellenzfeldern geben dann Anlass, weitere Exzellenzfelder zu definieren. Der Fokus auf diese Exzellenzfelder heißt aber nicht, dass andere Themen zu vernachlässigen sind. Bislang erfolgreiche Initiativen sollen selbstverständlich weitergeführt werden, denn sie bilden das Rückgrat der IKT in Österreich. Die Exzellenzfelder bieten vielmehr gute Wachstumschancen für Österreich im IKT-Bereich.

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Um die Exzellenzfelder auszuwählen, wurden die Themen zuerst identifiziert. Als Grundlage für diese Sammlung dienen die in Kapitel 2.3 beschriebenen Publikationen der OECD, die Forschungsstrategie des Rats FTE , das Forschungsförderungsprogramm der FFG, das EU Forschungsprogramm Horizon 2020, die Trendabschätzung der Gartner Group [vgl. (Gartner Group, 2012)], von AT Kearney [vgl. (A. T. Kearney, 2012)] und der COMPOSITE Studie [vgl. (COMPOSITE, 2011)]. Weiters wurden die Schwerpunkte der Indikatoren des Networked Readiness Index [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012)] identifiziert sowie die IKT-Strategien aus Deutschland, der Schweiz, Finnland und Schweden herangezogen [vgl. (BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 2010), , (Ubiquitous Information Society Advisory Board, 2011), ]. Diese konnten einen guten Überblick über die Themen der nächsten fünf Jahre geben. Jedem Themenfeld wurde nun anhand der Nennungen in den Grundlagen das Zukunftspotenzial zugewiesen. So wurde beispielsweise das Themenfeld „Nachhaltigkeit und Smart Energy“ in den Publikationen der OECD, FFG, EU-Kommission und Gartner Group und der IKT-Strategien einiger Länder als Schwerpunkt identifiziert. Eine wichtige Rolle für das Potenzial spielen unter anderem die Indikatoren des Networked Readiness Index. [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012)]

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Abbildung 7: Analyse der IKT-Themen

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Da der Bürger im Mittelpunkt steht, wurden die direkten Auswirkungen auf ihn geschätzt. Wie stark ist die Bevölkerung von den Themen direkt betroffen? Diese Evaluierung erfolgte mangels geeigneter Unterlagen oder Studien nach eigenen Schätzungen. Eine Diskussion über diese Evaluierung mit Experten, die einen guten Überblick über die vielfältigen Themen besitzen, wäre wünschenswert.

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Außerdem wurde eine Einschätzung vorgenommen, wie gut Österreichs relative Performance in den einzelnen Themenbereichen bisher war.

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Als Ergebnis dieser Einschätzungen kristallisieren sich die Themenfelder heraus, die auf der einen Seite Zukunftspotenzial besitzen auf der anderen Seite hohe direkte Auswirkungen auf einen Großteil der Bevölkerung haben (siehe Abbildung 7). Die Größe der Kreise bezeichnet den IST-Zustand, d.h. je größer die Kreise, umso besser ist die derzeitige Performance.

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Als Exzellenzthemen wurden folgende vier Themenfelder identifiziert (rote Kreise):

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Mobilität

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IKT in Gesundheit und Pflege

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Medienkompetenz - Bildung

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Sicherheit

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In diesen Exzellenzfeldern soll Österreich bis 2018 seine IKT-Aktivitäten konzentrieren und sukzessive zu einem Vorzeigeland werden. Das Ziel in diesen Exzellenzfeldern ist es, die führende Nation zu werden.

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Abbildung 8: Struktur der Themenfelder

Jedes der folgenden Themenfelder ist nun folgendermaßen aufgebaut (siehe Abbildung 8):

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  • Anfangs erfolgt eine allgemeine Beschreibung zur Thematik. Das Potenzial zu diesem Themenfeld wird aufgezeigt. Abgerundet wird diese Darstellung mit einer Tabelle, die zeigt, auf welche Indikatoren des Networked Readiness Index sich [vgl. (Dutta & Bilbao-Osorio, 2012)] eine Verbesserung in diesem Themenfeld nach Einschätzung der Autoren positiv auswirken könnte.
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  • Danach folgen eine Abgrenzung des Themenfelds und eine Konkretisierung des Inhalts.
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  • Anschließend wird die österreichische Lage in Bezug auf das entsprechende Themenfeld analysiert sowie mittels eines Ländervergleichs die Situation quantitativ dargelegt.
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  • Ein Ziel zu jedem Themenfeld wird vorgeschlagen und es wird festgelegt, wann dieses erreicht werden soll. Idealerweise wird ein Parameter zur Zielerreichung angegeben.
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  • Der Handlungsbedarf wird bewusst freigelassen, um den Konsultationsteilnehmern die Möglichkeit zu geben, Handlungsfelder vorzuschlagen.
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    Hier sind Sie gefragt!

    Sind die Exzellenzthemen jene Felder in den IKT, in denen Österreich eine Spitzenposition erreichen kann? Kann Österreich mit der Konzentration auf diese Themenfelder die strategischen Ziele erreichen? Behandeln die Strategiethemen jene IKT-Felder, die für Österreich bis 2018 von Bedeutung sind?

    Kommentare

    Mit Recht ist unter Ziffer

    Mit Recht ist unter Ziffer 122 Medienkompetenz und Bildung, als wesentliches Thema genannt.

    Wir wollen allerdings darauf hinweisen, dass die Erstellung von audiovisuellen Content (Film u. Musik) ein wesentliches Zukunftsfeld von IKT sein wird – nicht nur durch die sicher verstärkte Etablierung von nationalen Plattformen für Content in allen technischen Formaten von Streaming bis Download (VOD , SVOD usw.), sondern auch in der Entwicklung von IKT-spezifischen innovativen Formaten (z.B.: spezifische Filmformate von mobilen devices, bestimmte Online-Bildungsinhalte in 3D usw.)

    Österreich hat dafür eine gut entwickelte Förderlandschaft – bundesweit (AWS) und in den Ländern (z.B.: in Wien, ZIT u. Departure). Innovative Film- u. Musikprojekte gerade für diese Bereiche zu fördern, sollte mit verstärkter Schwerpunktsetzung betrieben werden, wobei aufgrund des weit fortgeschrittenen Technologiegrads der Schwerpunkt durchaus vom Ansatz der rein technologischen Innovation auch auf inhaltliche Innovation (Entwicklung von Formaten) gelegt werden sollte.